Ein Wochenende in München: 48 Stunden, um die bayerische Metropole in all ihren Facetten kennenzulernen. Natürlich ist das viel zu wenig, um die ganze Stadt zu begreifen – aber es reicht, um die Seele Münchens zu spüren. Zwischen königlichen Prachtbauten, gemütlichen Biergärten, hippen Vierteln und grünen Oasen entfaltet sich eine Stadt, die ihre Besucher immer wieder überrascht.

Dieses Wochenende ist wie ein Dreiklang: ein Tag für die Klassiker, ein Tag für die versteckten Schätze – und dazwischen viel Platz für Genuss, Lebensfreude und spontane Entdeckungen.


Tag 1 – Das klassische München

Der Freitagabend oder Samstagmorgen beginnt dort, wo München seine Besucher seit Jahrhunderten empfängt: im Herzen der Altstadt.

Altstadtspaziergang

Der Marienplatz mit dem neugotischen Rathaus ist der ideale Ausgangspunkt. Hier spielt sich das urbane Leben ab, hier ertönt um 11 Uhr das berühmte Glockenspiel, hier kreuzen sich die Wege von Touristen, Einheimischen und Straßenkünstlern.

Von dort führt der Weg zur Frauenkirche, deren Zwiebeltürme seit dem 15. Jahrhundert das Stadtbild prägen. Weiter geht es durch enge Gassen zur barocken Asamkirche, ein verstecktes Kleinod, das viele Besucher überrascht.

Kulinarischer Halt

Wenige Schritte entfernt liegt der Viktualienmarkt. Hier duftet es nach Käse, Brot, Gewürzen und Blumen. Für ein erstes bayerisches Mittagessen bietet sich der Biergarten inmitten des Marktes an. Eine Brezn, Obazda und ein kühles Bier genügen, um die Lebensart der Münchner zu verstehen.

Königlicher Nachmittag

Der Nachmittag gehört der Pracht der Wittelsbacher. In der Residenz, jahrhundertelang Sitz der Herzöge und Könige, wandelt man durch Säle, Schatzkammern und Galerien, die die glanzvolle Geschichte Bayerns erzählen.

Wer lieber Kunst statt Geschichte erleben möchte, spaziert ins Kunstareal nach Schwabing: Alte und Neue Pinakothek, Pinakothek der Moderne – hier hängen Meisterwerke von Dürer bis Picasso.

Abend im Englischen Garten

Am Abend ruft der Englische Garten, einer der größten innerstädtischen Parks der Welt. Am Chinesischen Turm spielt die Blasmusik, Studenten und Familien sitzen Seite an Seite. Wer mag, spaziert noch zum Eisbach, wo Surfer selbst im letzten Abendlicht ihre Runden drehen.


Tag 2 – Moderne, Szene und Münchens andere Seiten

Der zweite Tag zeigt München von seiner zeitgenössischen und überraschenden Seite.

Olympiapark und BMW Welt

Am Vormittag führt der Weg in den Olympiapark. Die Architektur des Zeltdachs, die Weitläufigkeit des Geländes und der Blick vom Olympiaturm prägen bis heute das Bild der Stadt. Direkt daneben liegt die BMW Welt, ein futuristisches Erlebniszentrum voller glänzender Karosserien und Hightech.

Mittagspause mit Szene-Flair

Zurück in der Innenstadt oder gleich im Glockenbachviertel: Hier pulsiert Münchens kreatives Herz. Kleine Cafés, Boutiquen, Straßenkunst und ein junges Publikum machen das Viertel zum perfekten Ort für ein entspanntes Mittagessen. Ob traditionelle Wirtshausküche mit modernem Twist oder internationale Küche – hier verschmelzen Kulturen.

Spaziergang durch Haidhausen

Am Nachmittag lohnt sich ein Ausflug nach Haidhausen, das charmante Viertel östlich der Isar. Mit seinen Altbauten, kleinen Plätzen und gemütlichen Lokalen wirkt es fast dörflich. Ein Kaffee am Wiener Platz, ein Spaziergang entlang der Isar – und man versteht, warum viele Münchner hier wohnen möchten.

Abend im Glockenbach oder Schwabing

Der Abend gehört den Bars und Restaurants. Im Glockenbachviertel reiht sich eine Szene-Bar an die andere. Wer es traditioneller mag, zieht nach Schwabing, das legendäre Künstlerviertel, wo man zwischen Jugendstilbauten und modernen Clubs tanzen kann.


Tag 3 – Natur, Erholung und Abschied

Bevor das Wochenende zu Ende geht, zeigt München noch einmal seine grüne Seite.

Schloss Nymphenburg

Am Morgen führt der Weg hinaus nach Nymphenburg. Das barocke Schloss mit seinen weitläufigen Gärten erzählt vom Sommerleben der Wittelsbacher. Spaziergänge durch den Park, vorbei an Pavillons und Kanälen, lassen einen beinahe vergessen, dass man sich in einer Großstadt befindet.

Mittag an der Isar

Zurück im Zentrum lädt die Isar zu einer letzten Begegnung ein. Am Flaucher, im Süden der Stadt, treffen sich Münchner zum Grillen, Baden und Entspannen. Wer nur kurz verweilen will, setzt sich auf die Kiesbänke am Reichenbachkiosk oder am Gasteig und lässt den Fluss und die Stadt an sich vorbeiziehen.

Abschied mit Ausblick

Zum Abschluss lohnt sich ein Besuch auf einer Dachterrasse: Ob im Hotel Bayerischer Hof mit Blick über die Dächer der Altstadt oder im Café Vorhoelzer Forum auf der TU – hier zeigt sich München noch einmal von seiner schönsten Seite.


Fazit – Ein Wochenende wie ein Mosaik

Zwei Tage reichen nicht, um München vollständig zu erfassen. Aber sie genügen, um ein Bild der Stadt zu zeichnen: das Mosaik aus Altstadt und Szenevierteln, Pracht und Bodenständigkeit, Grünflächen und urbaner Dichte.

Ein Wochenende in München ist ein Versprechen: Wer einmal hier war, kommt wieder. Denn hinter jeder Ecke wartet eine neue Geschichte, ein neuer Geschmack, ein neues Erlebnis.

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