Das Maximilianeum ist eines jener Gebäude, die Münchens Selbstverständnis in Stein fassen. Hoch über der Isar gelegen, bildet es den östlichen Abschluss der Maximilianstraße und verbindet Repräsentation mit Zweck, Geschichte mit Gegenwart. Wer vor dem langgestreckten Bau steht, sieht nicht nur ein politisches Zentrum, sondern einen Ort, an dem Bildungsideal, Staatsidee und Stadtbild bewusst zusammengeführt wurden.

Anders als viele Parlamentsgebäude Europas wirkt das Maximilianeum nicht abweisend. Seine klare, horizontale Ausdehnung und die großzügige Treppenanlage öffnen den Ort. Es ist Monument und Arbeitsort zugleich – sichtbar, präsent und doch in den Alltag eingebettet. Diese Doppelrolle macht das Maximilianeum zu einer der interessantesten Sehenswürdigkeiten Münchens.

Kurzüberblick

Lage: Bogenhausen / Isarhochufer
Entstehung: 1857–1874
Empfohlene Besuchszeit: 20–45 Minuten (Außenbereich), mehr bei Führungen
Eintritt: frei (Außenbereich), Innenräume im Rahmen von Führungen
Geeignet für: Architekturinteressierte, Stadtspaziergänger, politisch Interessierte

Geschichte und Bedeutung

Das Maximilianeum wurde unter König Maximilian II. von Bayern errichtet. Ursprünglich war es nicht als Parlament gedacht, sondern als Stiftungshaus zur Förderung begabter junger Menschen. Das Gebäude sollte Wohn- und Studienstätte für Stipendiaten sein – Bildung als Staatsaufgabe, sichtbar gemacht durch Architektur.

Erst nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt das Maximilianeum seine heutige politische Funktion. Seit 1949 ist es Sitz des Bayerischen Landtags. Diese Umnutzung verleiht dem Gebäude eine zusätzliche Bedeutungsebene: Aus einem Bildungstempel wurde ein demokratisches Zentrum.

Diese Entwicklung spiegelt den Wandel Bayerns vom monarchischen Staat zur parlamentarischen Demokratie wider – ohne den Ort neu zu erfinden. Das Maximilianeum trägt seine Geschichte weiter.

Architektur und äußere Erscheinung

Architektonisch folgt das Maximilianeum einer klaren, fast klassizistischen Ordnung. Der langgezogene Baukörper mit seinen gleichmäßigen Fensterachsen betont Ruhe und Stabilität. Auffällig ist die horizontale Wirkung – ungewöhnlich für repräsentative Staatsbauten, die oft auf Vertikalität setzen.

Die Hauptfassade öffnet sich mit einer breiten Treppenanlage zur Stadt. Diese Geste ist bewusst gewählt. Das Gebäude soll erreichbar wirken, nicht entrückt. Die Isar bildet dabei den landschaftlichen Vordergrund, der den Bau optisch hebt, ohne ihn zu isolieren.

Materialität und Proportionen sind zurückhaltend. Das Maximilianeum überzeugt nicht durch Ornament, sondern durch Maßstab und Lage. Diese Zurückhaltung verleiht ihm zeitlose Präsenz.

Das Maximilianeum im Stadtraum

Städtebaulich ist das Maximilianeum ein Endpunkt und zugleich ein Ausgang. Es schließt die Maximilianstraße ab, eine der repräsentativsten Achsen Münchens, und öffnet sich gleichzeitig zur Landschaft des Isarhochufers.

Diese Position macht den Ort besonders. Nach Westen blickt man in die Stadt, nach Süden und Norden in die Weite der Isarauen. Der Ort vermittelt zwischen urbaner Dichte und landschaftlicher Offenheit.

Die Treppenanlage fungiert als Schwelle. Man steigt aus der Stadt hinauf – und gewinnt Überblick. Diese räumliche Dramaturgie ist Teil der Wirkung.

Der Blick – Münchens leise Panorama-Lage

Einer der größten Reize des Maximilianeums ist der Blick. Von der Terrasse aus öffnet sich ein weiter Blick über die Isar, die Maximilianstraße und bei klarer Sicht bis in die Innenstadt. Anders als bei klassischen Aussichtspunkten ist dieser Blick ruhig und weit, nicht spektakulär, aber präzise.

Der Ort lädt zum Sitzen und Schauen ein. Menschen verweilen, fotografieren, kommen ins Gespräch. Der Blick erklärt München ohne Kommentar – durch Struktur, Maßstab und Lage.

Gerade am Abend entfaltet der Ort eine besondere Stimmung. Licht, Fluss und Stadt finden hier ein ausgewogenes Verhältnis.

Nutzung heute und Atmosphäre

Heute ist das Maximilianeum Sitz des Bayerischen Landtags und damit aktiver politischer Raum. Gleichzeitig bleibt der Außenbereich offen zugänglich. Diese Gleichzeitigkeit prägt die Atmosphäre.

Der Ort wirkt ruhig, fast zurückhaltend. Sicherheitspräsenz ist vorhanden, aber unaufdringlich. Besucher bewegen sich selbstverständlich, ohne sich fehl am Platz zu fühlen.

Bei Sitzungen, Veranstaltungen oder Demonstrationen wird das Maximilianeum zum politischen Schauplatz. Dann zeigt sich seine Funktion als öffentlicher Raum der Demokratie.

Symbolik und Wahrnehmung

Das Maximilianeum steht symbolisch für Bildung, Staatlichkeit und demokratische Kontinuität. Es verkörpert keine Machtgeste, sondern einen Anspruch: Ordnung, Offenheit und Verantwortung.

Diese Symbolik wirkt leise, aber nachhaltig. Das Gebäude erklärt sich nicht – es wirkt. Wer den Ort besucht, spürt die Verbindung von Geschichte und Gegenwart.

Gerade diese Zurückhaltung unterscheidet das Maximilianeum von vielen Parlamentsbauten.

Highlights und besondere Details

Ein Highlight ist die Treppenanlage selbst. Sie strukturiert den Zugang und erzeugt Perspektiven. Auch die Fassadenproportionen lohnen Aufmerksamkeit – sie wirken aus der Nähe anders als aus der Ferne.

Der Blick über die Isar ist ein weiteres zentrales Element. Er verbindet Architektur und Landschaft zu einem stimmigen Ganzen.

Bei Führungen eröffnen sich zusätzliche Einblicke in die Innenräume, die den Bildungs- und Parlamentscharakter vertiefen.

Für wen lohnt sich das Maximilianeum?

Das Maximilianeum richtet sich an Besucher, die München als Staats- und Bildungsstadt verstehen wollen. Es ist ideal für alle, die Architektur, Stadtplanung und politische Symbolik schätzen.

Für Einheimische ist es ein vertrauter Ort, für Besucher oft eine ruhige Entdeckung abseits der klassischen Routen.

Der Besuch verlangt keine lange Planung – ein bewusster Stopp genügt.

Praktische Tipps für deinen Besuch

Besuche das Maximilianeum bei gutem Wetter, um den Blick zu genießen. Der späte Nachmittag oder frühe Abend sind ideal. Informiere dich vorab über Führungen, wenn du den Innenbereich sehen möchtest.

Kombiniere den Besuch mit einem Spaziergang entlang der Isar oder über die Maximilianstraße.

Rolle im Münchner Stadtbild und Tourismus

Im Stadtbild ist das Maximilianeum ein ordnender Endpunkt. Für den Tourismus ist es weniger prominent, bietet aber Tiefe und Perspektive.

Es zeigt München als Stadt der Maßstäbe – politisch, architektonisch und landschaftlich.

Das Maximilianeum im Jahresverlauf

Im Sommer offen und hell, im Winter klar und reduziert, im Herbst farbig, im Frühling ruhig. Der Ort verändert sich mit dem Licht, nicht mit seiner Bedeutung.

Diese Beständigkeit macht ihn verlässlich.

Fazit

Das Maximilianeum ist kein lautes Wahrzeichen. Es überzeugt durch Lage, Haltung und Kontinuität. Zwischen Bildungsideal und demokratischer Praxis verkörpert es ein München, das Maß hält – und gerade dadurch Eindruck hinterlässt.

Im Olympiapark ist eine Sportarena mit ca. 11500 Zuschauerplätzen geplant. Die Halle wird in Zukunft als Spielstätte für die Basketballer des FC Bayern München und als Eishockeystadion des EHC Red Bull München dienen. Vergangene Woche wurde der Siegerentwurf des Architekturwettbewerbs präsentiert.

Das dänische Architekurbüro 3XN Copenhagen mit Latz + Partner hat den Zuschlag für die Multifunktionshalle bekommen. Das ovale Gebäude mit begrüntem Dach passt sich perfekt in das hügelige Gelände des Olympiaparks ein. Nicht nur Bürgermeistern Strobl, sondern auch FC Bayern Präsident Uli Hoeneß schwärmten in höchsten Tönen von den Entwürfen. Neben der Halle soll es drei weitere überdachte Eissportflächen für Trainingszwecke geben. Zusätzlich darf die Stadt München die Eisflächen ca. 8000 Stunden pro Saison nutzen.

Name der Arena steht noch nicht fest

Bis zum heutigen Tag (04. März 2019) kann jeder einen Namensvorschlag für die neue Spielstätte einreichen, denn bisher ist nur klar, dass sich SAP die Namensrechte an der Multifunktionshalle gesichert hat. Auf der Seite namegameon.com könnt ihr euren Wunschnamen eintragen und im Premierenjahr einen exklusiven Platz in der Sportarena ergattern.

Weiterer Ablauf der Namensfindung:

  1. Namensvorschläge bis zum 04. März 2019 einreichen
  2. 05. – 14. März 2019 eine Expertenjury gibt eine Shortlist der besten Einsendungen bekannt
  3. 15. – 19. März Abstimmung
  4. 20. März 2019 Der Name der neuen Spielstätte wird bekanntgegeben

UPDATE:

Der Name des neuen Stadions ist bekannt und er ist sehr gewöhnungsbedürftig. Am 15. März 2019 gab eine Jury die Shortlist der besten Einsendungen bekannt. Zur Auswahl standen SAP Park, SAP live und SAP Garden. Bemerkennswert ist, dass es einen Kreativwettbewerb gab und die besten Vorschläge tatsächlich Park, live und Garden sind.

Am 20. März 2019 wurde dann der offizielle Name vorgestellt. Die neue Sportarena im Olympiapark wird SAP Garden heißen.