Ein ganzes Wochenende lang stöbern, feilschen und Secondhand-Schätze entdecken: Von Freitag, 9. Oktober, bis Sonntag, 11. Oktober 2026, gibt es in München gleich mehrere interessante Flohmarkttermine. Den Anfang macht am Freitag der Klassiker auf der Parkharfe im Olympiapark. Am Samstag wächst die Auswahl deutlich: Neben Olympiapark und Riem öffnen auch der Nachbarschaftsflohmarkt am Gollierplatz und zahlreiche private Höfe in Untergiesing. Am Sonntag zieht das Geschehen weiter nach Milbertshofen und zum alternativen „Krims & Krams“-Flohmarkt im Bahnwärter Thiel.
Damit bietet das Wochenende ganz unterschiedliche Möglichkeiten. Wer einen klassischen großen Flohmarkt mit breitem Sortiment sucht, ist in Riem oder im Olympiapark richtig. Wer lieber durch ein Viertel spaziert und direkt bei den Anwohnern stöbert, findet mit den Hofflohmärkten in Untergiesing und Milbertshofen zwei völlig andere Formate. Der Gollierplatz wiederum verbindet einen überschaubaren privaten Flohmarkt mit typischer Westend-Atmosphäre.
Auch zeitlich lässt sich einiges miteinander kombinieren. Gerade am Samstag können Frühaufsteher zunächst nach Riem oder in den Olympiapark fahren und später nach Untergiesing oder ins Westend wechseln. Am Sonntag bleibt genügend Zeit für einen Hofflohmarkt am Vormittag und einen Besuch im Bahnwärter Thiel am Nachmittag.
Freitag9. Oktober 2026
Olympiapark
7–16 Uhr
Samstag10. Oktober 2026
Riem, Olympiapark,
Gollierplatz & Untergiesing
Sonntag11. Oktober 2026
Milbertshofen
Bahnwärter Thiel
Unser TippSamstag früh starten
und zwei unterschiedliche
Flohmarktformate kombinieren
Freitag: Der Olympiapark eröffnet das Flohmarkt-Wochenende
Wer bereits am Freitag Zeit zum Stöbern hat, kann das Wochenende auf der Parkharfe im Olympiapark beginnen. Von 7 bis 16 Uhr findet dort der regelmäßige Flohmarkt des BRK-Kreisverbands München statt. Secondhand-Kleidung, Bücher, Schallplatten, Haushaltswaren, Fahrräder, kleinere Möbel und allerlei Kuriositäten sorgen für den klassischen Münchner Flohmarktmix. Gerade wer ohne konkretes Ziel kommt, kann zwischen den vielen privaten Ständen immer wieder überraschende Einzelstücke entdecken.
Der Olympiapark selbst empfiehlt ausdrücklich, früh zu kommen. Schon zur Öffnung um 7 Uhr sind die ersten Schnäppchenjäger unterwegs, während sich das Gelände im Laufe des Vormittags weiter füllt. Der Freitag dürfte dabei etwas entspannter sein als der Samstag, wenn zusätzlich mehrere weitere Flohmärkte im Stadtgebiet stattfinden. Der Markt ist außerdem gut mit einem Spaziergang durch den Olympiapark kombinierbar – wer nicht unter Zeitdruck steht, kann den Besuch deshalb problemlos zu einem längeren Vormittagsausflug machen.
Grundsätzlich findet der Flohmarkt auf der Parkharfe freitags und samstags statt, solange keine Großveranstaltung eine Durchführung verhindert. Für den 9. und 10. Oktober sind beide Termine im Veranstaltungskalender des Olympiaparks vorgesehen. Für Besucher ist damit schon der Freitag eine gute Gelegenheit, wenn der Samstag bereits anderweitig verplant ist.
Samstag: Riem bietet die größte Auswahl des Wochenendes
Wer einen richtig großen klassischen Flohmarkt sucht, sollte am Samstag nach München-Riem. Bereits um 6 Uhr beginnt dort der Verkauf, bis 15 Uhr kann auf dem Gelände am Messefreigelände gestöbert werden. Der Veranstalter bezeichnet Riem als Bayerns größten Freiflächenflohmarkt und nennt eine Fläche von rund 75.000 Quadratmetern. Entsprechend breit fällt das Sortiment aus: Von Kleidung und Haushaltswaren über Möbel und Fahrräder bis zu Sammlerstücken und typischen Dachbodenfunden ist praktisch alles vertreten.
Für Besucher ist der Eintritt kostenlos. Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln kommt, kann mit der U2 bis Messestadt Ost fahren. Für Autofahrer gibt es einen ausgewiesenen Besucherparkplatz. Am 10. Oktober gibt es allerdings eine Besonderheit: Parallel findet auf dem Messegelände eine weitere Veranstaltung statt. Deshalb steht für den Flohmarkt weniger Fläche als üblich zur Verfügung. Vor allem Verkäufer sollten das bei der Planung berücksichtigen; für Besucher findet der Markt dennoch regulär statt.
Gerade bei einem Markt dieser Größe lohnt sich ein früher Start. Wer um sechs oder sieben Uhr kommt, trifft nicht nur auf die größte Auswahl, sondern hat anschließend noch genügend Zeit, einen zweiten Flohmarkt im Stadtgebiet zu besuchen. Riem eignet sich deshalb besonders gut als erster Stopp für alle, die aus dem Samstag einen richtigen Flohmarkttag machen möchten.
Olympiapark und Gollierplatz: Zwei Klassiker mit völlig unterschiedlicher Atmosphäre
Auch am Samstag findet von 7 bis 16 Uhr wieder der Flohmarkt auf der Parkharfe im Olympiapark statt. Wer den weiten Weg nach Riem vermeiden möchte, bekommt damit eine zentralere Alternative. Bücher, Schallplatten, Kleidung, Haushaltswaren und Fahrräder gehören zu den typischen Angeboten. Gerade die Lage macht den Markt attraktiv: Nach dem Stöbern liegen Olympiasee und Olympiaberg direkt nebenan, sodass aus dem Flohmarktbesuch schnell ein längerer Herbstvormittag werden kann.
Deutlich kleiner und persönlicher ist der Nachbarschaftsflohmarkt auf dem Gollierplatz. Am 10. Oktober wird dort von 9 bis 15 Uhr verkauft. Der Kulturladen Westend organisiert den Markt bewusst als privaten Nachbarschaftstermin. Die Verkaufsplätze werden ab 8 Uhr zugewiesen, der eigentliche Verkauf beginnt erst um 9 Uhr. Das Sortiment ist entsprechend weniger professionell und stärker von typischen Haushalts- und Kellerfunden geprägt.
Gerade das macht den Gollierplatz für viele Besucher interessant. Statt einer riesigen Fläche lässt sich der Markt in überschaubarer Zeit ablaufen und anschließend mit einem Spaziergang durchs Westend verbinden. Wer morgens bereits in Riem oder im Olympiapark unterwegs war, kann den Gollierplatz deshalb gut als zweiten Stopp einplanen.
Untergiesing: Wenn ein ganzes Viertel zum Flohmarkt wird
Ein völlig anderes Konzept bieten die M-net Hofflohmärkte in Untergiesing. Am Samstag von 10 bis 16 Uhr verkaufen Anwohner direkt in ihren eigenen Höfen, Gärten oder Garagen. Es gibt keinen zentralen Veranstaltungsplatz und keine langen Händlerreihen. Stattdessen führt der Tourplan von Adresse zu Adresse durch das Viertel. Der Flohmarkt wird dadurch gleichzeitig zu einem Stadtteilspaziergang.
Auch das Angebot lässt sich kaum vorhersehen. In einem Innenhof stehen vielleicht Kinderkleidung und Spielsachen, im nächsten warten Bücher, Geschirr oder Schallplatten, ein paar Häuser weiter kleinere Möbel oder besondere Einzelstücke. Die Hofflohmärkte leben gerade davon, dass die Bewohner selbst entscheiden, was aus Keller, Speicher oder Wohnung ein neues Zuhause finden soll.
Wer die gesamte Runde ablaufen möchte, sollte sich vorab den offiziellen Tourplan ansehen. Wer es entspannter angehen möchte, kann aber genauso einfach einzelne Straßen auswählen und spontan den Hinweisschildern folgen. Für Familien und Besucher, die lieber durch ein Viertel laufen als über eine große Asphaltfläche, ist Untergiesing wahrscheinlich der interessanteste Termin des Samstags.
Sonntag: Hofflohmärkte in Milbertshofen und Krims & Krams im Bahnwärter Thiel
Am Sonntag verlagert sich das Flohmarktgeschehen zunächst in den Münchner Norden. Von 11 bis 16 Uhr öffnen die M-net Hofflohmärkte in Milbertshofen. Wie bereits am Samstag in Untergiesing verkaufen die Bewohner direkt auf privatem Grund. Die einzelnen Verkaufsstellen verteilen sich über das Viertel und lassen sich mithilfe des Tourplans zu einer individuellen Runde verbinden.
Der Sonntag eignet sich dadurch gut für alle, die einen ruhigeren Flohmarktbesuch bevorzugen. Statt möglichst früh vor großen Händlerreihen zu stehen, beginnt Milbertshofen erst um 11 Uhr. Kleidung, Bücher, Kindersachen, Haushaltswaren und kleinere Raritäten sorgen auch hier für eine Mischung, die sich von Hof zu Hof verändert. Gerade bei trockenem Herbstwetter lässt sich das hervorragend mit einem längeren Spaziergang verbinden.
Ab 13 Uhr gibt es schließlich eine ganz andere Alternative: Im Bahnwärter Thiel beginnt „Krims & Krams“. Bis 18 Uhr reicht das Angebot dort von Mode und Musik über Kostüme und Kunst bis zu Requisiten und anderen ungewöhnlichen Fundstücken. Der Eintritt kostet vier Euro, Kinder unter 14 Jahren haben freien Eintritt. Durch das besondere Gelände bekommt der Flohmarkt deutlich mehr Kultur- und Sonntagsausflugscharakter als ein gewöhnlicher Trödelmarkt.
Welcher Flohmarkt passt zu euch?
Wer möglichst viel Auswahl möchte und gerne früh unterwegs ist, sollte den Samstag mit Riem beginnen. Der Olympiapark bietet ein ähnlich klassisches Flohmarktgefühl, ist für viele Münchner aber zentraler erreichbar. Wer überschaubare private Märkte bevorzugt, ist am Gollierplatz besser aufgehoben. Für einen gemütlichen Spaziergang mit immer neuen Verkaufsstellen sind Untergiesing am Samstag und Milbertshofen am Sonntag die interessanteren Optionen.
Auch eine Kombination mehrerer Märkte ist problemlos möglich. Samstagmorgen Riem oder Olympiapark und anschließend Untergiesing funktioniert zeitlich besonders gut. Am Sonntag lässt sich zunächst Milbertshofen besuchen, bevor es am Nachmittag zum Bahnwärter Thiel geht. Dadurch erlebt man innerhalb eines Tages zwei völlig unterschiedliche Formen des Secondhand-Shoppings.
Wer dagegen nur entspannt stöbern möchte, muss sich keinen kompletten Flohmarkt-Marathon zusammenstellen. Schon ein einzelner Termin reicht für mehrere Stunden – insbesondere Riem und die beiden Hofflohmärkte sind deutlich größer beziehungsweise weitläufiger, als es auf den ersten Blick wirkt.
Flohmärkte vom 9. bis 11. Oktober im Überblick
- Fr., 09.10., 7–16 Uhr: Flohmarkt Olympiapark
- Sa., 10.10., 6–15 Uhr: Flohmarkt München-Riem
- Sa., 10.10., 7–16 Uhr: Flohmarkt Olympiapark
- Sa., 10.10., 9–15 Uhr: Nachbarschaftsflohmarkt Gollierplatz
- Sa., 10.10., 10–16 Uhr: M-net Hofflohmärkte Untergiesing
- So., 11.10., 11–16 Uhr: M-net Hofflohmärkte Milbertshofen
- So., 11.10., 13–18 Uhr: Krims & Krams im Bahnwärter Thiel
Quellenangaben
- Olympiapark München – Flohmarkt auf der Parkharfe
- Flohmarkt München-Riem – Termin, Öffnungszeiten und Besucherinformationen
- Hofflohmärkte München – Untergiesing und Milbertshofen
- Kulturladen Westend – Nachbarschaftsflohmarkt Gollierplatz
- Bahnwärter Thiel – Krims & Krams am 11. Oktober
