Weltklasse-Kunst für einen Euro – wie die bayerische Hauptstadt Kultur günstig macht, und welche Häuser am 5. April geöffnet haben.
München ist bekannt für seine Museumslandschaft – und für die ungewöhnliche Tradition, sie an Sonntagen für nahezu jeden erschwinglich zu machen. Was sich wie ein gut gehütetes Geheimnis anfühlt, ist in Wirklichkeit gelebte Kulturpolitik: Zahlreiche staatliche und städtische Museen der bayerischen Landeshauptstadt verlangen am Sonntag nur einen symbolischen Euro Eintritt für die Dauerausstellung. Am Ostersonntag, dem 5. April 2026, gilt das genauso – ein idealer Anlass, einen Feiertag mit einem Museumsbesuch zu verbinden, der kaum etwas kostet.
Das Prinzip ist denkbar einfach: Wer sonntags in München Kultur erleben möchte, zahlt in vielen der bedeutendsten Häuser der Stadt lediglich einen Euro Eintritt für die Dauerausstellung. Sonderausstellungen sind davon in der Regel ausgenommen und können zusätzliche Kosten verursachen. Es empfiehlt sich daher, sich vorab direkt beim jeweiligen Museum über aktuelle Preise zu informieren. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben darüber hinaus in vielen der beteiligten Häuser grundsätzlich kostenlosen Eintritt – das macht den Museums-Sonntag besonders attraktiv für Familien.
Diese Museen kosten am Ostersonntag nur 1 Euro
Alte Pinakothek
So 10–18 Uhr
1 € Sonntag
Pinakothek der Moderne
So 10–18 Uhr
1 € Sonntag
Museum Brandhorst
So 10–18 Uhr
1 € Sonntag
Sammlung Schack
So 10–18 Uhr
1 € Sonntag
Bayerisches Nationalmuseum
So 10–17 Uhr, inkl. Führung 11 Uhr
1 € Sonntag
Ägyptisches Museum
So 10–18 Uhr
1 € Sonntag
Museum Fünf Kontinente
So 9:30–17:30 Uhr
1 € Sonntag
Glyptothek
So 10–17 Uhr
1 € Sonntag
Staatliche Antikensammlung
So 10–17 Uhr
1 € Sonntag
Sudetendeutsches Museum
So geöffnet
1 € Sonntag
Tipp: Kostenlose Führung im Bayerischen Nationalmuseum
Wer nicht nur schauen, sondern auch verstehen möchte, sollte den Ostersonntag im Bayerischen Nationalmuseum besonders sorgfältig planen: Jeden Sonntag um 11:00 Uhr findet dort im Rahmen des Museumsbesuchs eine öffentliche Führung statt – ohne Aufpreis, im 1-Euro-Ticket inbegriffen. Das Haus an der Prinzregentenstraße zählt zu den großen kunst- und kulturhistorischen Museen in Europa und zeigt neben Meisterwerken der Skulptur und Malerei auch die berühmte Krippensammlung.
Wer gleich mehrere Häuser besuchen möchte, kann ein Kombiticket der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen erwerben. Dieses gilt für Alte Pinakothek, Pinakothek der Moderne, Museum Brandhorst und Sammlung Schack an einem Tag und kostet 12 Euro – an Sonntagen ist das besonders günstig, da die Einzelpreise ohnehin reduziert sind.
Kinder haben oft freien Eintritt
Ein wichtiger Hinweis für Familien: In vielen der großen staatlichen Münchner Museen ist der Eintritt für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren grundsätzlich kostenlos – unabhängig vom Wochentag. Das gilt unter anderem für das Lenbachhaus, die Alte Pinakothek, die Pinakothek der Moderne und das Museum Brandhorst. In Kombination mit dem 1-Euro-Sonntagsticket für Erwachsene lässt sich ein Familienausflug zu Ostern damit sehr kostengünstig gestalten.
Wer noch günstigere Alternativen sucht: Das Paläontologische Museum in der Maxvorstadt ist grundsätzlich kostenlos zugänglich und zeigt Fossilien und Skelette aus der Urzeit – ein kurzweiliger Stopp, der keine Vorabreservierung erfordert. Auch die BMW Welt am Olympiapark kann kostenlos besucht werden und ist an Ostern mit einem speziellen Familienprogramm ausgestattet.